Mythos Vampire
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Gibt oder gab es Vampire wirklich? Fakt ist, dass jede vorchristliche Gesellschaft eine Vampirsage hat. Viele Länder haben für den Vampir eine oder mehrere Bezeichnungen: In Russland gibt es den upir/upyr, in Albanien den shtriga, in Griechenland wird der Vampir ghello, drakos oder lamia genannt, in Polen ist es der upiory, in China der giang shi, in Peru canchus oder pumapmicuc und in Deutschland gab es den Nachzehrer. Ein Wiedergänger, von dem man glaubte, er sauge Menschen das Blut aus, um selbst überleben zu können. Doch kaum wird überliefert, dass der Vampir nicht ins Sonnenlicht darf, oder er sich durch das Kreuz oder Knoblauch abschrecken lässt, wie es heute angenommen wird. Dem Idealtyp des heutigen Vampirs entspricht auch, dass sie verschieden Gestalten annehmen können: Menschlich, als Wolf oder als Fledermaus. |
Woher kam die Annahme, dass es Vampire gibt?
Zum einen wird das Leben mit Blut symbolisiert. Schon in der
Bibel ist das Blut Symbol zwischenmenschlicher Verbindung. Zum anderen gab es
bereits früher diverse Krankheiten, die dem Vampirismus ähneln:
Zum Beispiel die Anämie - Kennzeichen: Ohnmachtsphasen,
blasse Haut, Müdigeit, Kurzatmigkeit.
Die Katalepsie, auch Starrsucht genannt.
Porphyrie - Kennzeichen: Lichtempfindlichkeit, offene Wunden, abnormes
Haarwachstum, Hervortreten des Gebisses.
Oder auch die Tollwut - Kennzeichen: Erstarrte Gesichtszüge, Schaum vor dem
Mund, Abneigung gegen intensive Gerüche (also auch Knoblauch).
Damals konnten sich die Menschen wohl keinen Reim daraus machen und haben diese
Krankheiten dem Bösen zugeschrieben.
Wo
liegt der Ursprung des Vampirismus?
Geburtsstätte der Vampire ist Transsylvanien. Den Grafen Dracula gab es tatsächlich:
Vlad III - Vlad Tepes (1430 - 1476) - ihn schmückte der Beiname „Dracula“.
Dieser Graf ist auch Vorlage für Bram Stokers Dracula. Tepes wurde damals von
Kaiser Sigismund zum Ritter des Drachenordens ernannt und zum Fürst der
Walachei erhoben. Er hatte die Aufgabe, die Osmanen, die den Balkan erobert
hatten, zurückzudrängen. Er liess seine Feinde pfählen, um sich so Respekt zu
verschaffen. Das hat er auch erreicht. Darüber hinaus wurde überliefert, dass
er die Pfahlspitzen oftmals abrunden liess, damit die Opfer nicht zu schnell
sterben und er soll angeblich sogar zwischen den Gepfählten gespeist haben.
Durch Wanderer, Gesandte und Mönche, die über die Greueltaten berichteten,
wurde der Graf zum Gruselstar in der Welt. (Quelle: P.M. Historie)